Wenn die Rede von extern vorgegartem Essen für das Erwärmen daheim oder im Büro ist, sagen wir umgangssprachlich auch Fertigessen dazu. Der Profi nennt das Ganze Convenience Food und meint damit auch vorbereitete Mahlzeiten oder zumindest Mahlzeiten-Bestandteile. Ganz klar bedeuten für Endverbraucher wie für Gastronomen alle Gerichte, die nur noch erwärmt werden müssen, eine große Zeitersparnis. Wer Hunger hat, macht sich eine leckere Mahlzeit warm und genießt. Aufwändiges Kartoffelschälen oder Gemüseputzen entfällt. Ebenso die Einkaufsplanung und der Einkauf. Die Lagerhaltung für frische Lebensmittel in großer Vielfalt entfällt.
Tatsächlich glauben noch immer viele Menschen, dieser Zeitvorteil und Bequemlichkeitsfaktor müsse mit einem weniger gesunden Essen „bezahlt“ werden.
Aber:
Fertigessen ist nicht gleich Fertigessen!
Die Zubereitungsarten haben geändert. Auch in Großküchen wird Gemüse nicht mehr plattgekocht oder Fleisch weit über den Punkt gegart. Ganz im Gegenteil: in solchen Profiküchen ist die technische Geräteausstattung vorhanden, um sämtliche Parameter rund um den Zubereitungsvorgang ppräzise vorzugeben und auf die Sekunde und das Grad Celsius einzuhalten! Gemüse in Fertiggerichten wird beispielsweise nur fast fertiggegart. So erhält der Verbraucher dann nach dem Erhitzen ein wirklich auf den Punkt gegartes knackiges Gemüse, weil erst das Erhitzen den Garprozess abschloss.
Auch das sensible Thema Konservierungsstoffe wurde vollkommen neu angefasst. Viele der bereits fertig vorbereiteten Mittagessen werden direkt nach dem Kochen in ausgeklügelte Vakuum-Verpackungen abgepackt und benötigen so oft überhaupt keine Konservierungsstoffe mehr. Eine andere Variante ist die sofortige Kühlung oder Tiefkühlung der fertigen Food Produkte noch beim Hersteller.

